WHO-Zentrale in Genf (Foto: I, Yann, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2367501)

HÖRGERÄTE WICHTIGER FAKTOR: WHO VERÖFFENTLICHT LISTE VON STRATEGIEN ZUR DEMENZ-PROPHYLAXE

Mitte Juli hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine aktualisierte Liste mit Strategien zur Demenzprophylaxe veröffentlicht. Die genannten Strategien sollen helfen, das Auftreten von Demenz über den gesamten Lebensweg zu verhindern oder zumindest zu verzögern. „Wir wissen heute mehr denn je darüber, was das Demenzrisiko beeinflusst, und diese Leitlinien setzen dieses Wissen in konkrete Maßnahmen um“, erläuterte Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der WHO, bei der Vorstellung der neuen Empfehlungen.

Als einen großen Faktor nennt die WHO in ihrer Liste auch das Tragen von Hörgeräten. So hänge schlechtes Hören „eng mit dem Abbau und der Entwicklung einer Demenz zusammen“. Hintergrund seien einerseits die Einsamkeit sowie die kognitive Belastung des Betroffenen und neurobiologische Veränderungen durch Hörprobleme. Dazu komme außerdem ein erhöhtes Unfall- oder Sturzrisiko. „Ein schlechtes Gehör ist somit für sieben Prozent aller Fälle von Demenz verantwortlich“, schreibt die WHO.

Damit misst die Weltgesundheitsorganisation einem schlechten Gehör den vergleichsweise größten Risikofaktor zu. Als weitere Strategien nennt die WHO „geistig aktiv sein“, „körperliche Bewegung suchen“, „sich sozial engagieren“, „mit dem Rauchen aufhören“, „Alkoholkonsum senken“, „schmutzige Luft meiden“, „Übergewicht abbauen“, „Diabetes behandeln“, „Bluthochdruck senken“, „Cholesterinwerte gut einstellen“ und „auf gesunde Ernährung achten“.

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