HEUTE IST WELTTAG DES HÖRENS

Am heutigen 03.03. ist Welttag des Hörens. Mit dem Motto des diesjährigen Aktionstages „Klingt nach Leben! – Das Leben mit allen Sinnen genießen, heute und in Zukunft!“ soll dazu aufgerufen werden, frühzeitig zum Erhalt der eigenen Gesundheit aktiv zu werden. Entsprechend hat man in der Kampagne das Thema „Longevity“ in den Mittelpunkt gestellt – und damit die Frage, wie gesundes und selbstbestimmtes Altern langfristig gelingen kann. „Hörgesundheit spielt dabei eine zentrale Rolle“, schreibt der Bundesverband der Hörsysteme-Industrie (BVHI) in seiner anlässlich des Welttags des Hörens herausgegebenen Pressemitteilung. 

Gleichzeitig betont der BVHI, dass er unter „Longevity“ „mehr Qualität im Alter“ versteht und nicht „fragwürdige Versprechen ewiger Jugend“. So beschreibt der Begriff für den BVHI „die wesentlichen Faktoren, die nachhaltige Lebensqualität bis ins hohe Alter ermöglichen“. Und dazu gehört zweifelsohne auch Hörgesundheit, denn gutes Hören ist ein „Stabilitätsfaktor im Alltag“. 

„Longevity bedeutet, möglichst lange selbstbestimmt und geistig wie sozial aktiv zu bleiben. Gutes Hören ist dafür eine zentrale Voraussetzung: Es unterstützt kognitive Leistungsfähigkeit, fördert soziale Teilhabe und beugt Isolation vor. Hörgesundheit ist damit kein Randthema, sondern ein wesentlicher Baustein für gesundes Altern“, erklärt Dr. med. Veronika Wolter, Chefärztin der Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und der Helios Hörklinik Oberbayern.

Einen wichtigen Beitrag zur Hörgesundheit können die frühzeitige Diagnose sowie die Versorgung einer Hörminderung leisten. Genau hier sieht man beim BVHI aber noch Potenzial beziehungsweise Handlungsbedarf. Denn auch wenn laut der aktuellen EuroTrak Deutschland Hörstudie 10,9 Prozent der Bevölkerung ihr Hörvermögen als gemindert einschätzen, verzichten über 20 Prozent von ihnen auf eine fachärztliche Diagnose und somit auf eine Versorgung. Des Weiteren förderte die Studie zutage, dass mehr als ein Drittel der Befragten noch nie einen Hörtest gemacht hätte. Auch bei den 50- bis 60-Jährigen soll sich offenbar ein Drittel noch nie einem Hörtest unterzogen haben. 

Genauso zeigt die EuroTrak-Studie, wie positiv sich eine Versorgung des Hörverlusts auswirken kann. 97 Prozent der Befragten hatten von verbesserter Lebensqualität berichtet. 75 Prozent hatten angegeben, sich in städtischer Umgebung sowie beim Fahrrad- und Autofahren wieder sicherer zu fühlen. Zudem liege die subjektive mentale und physische Erschöpfung nach einem anstrengenden Arbeitsalltag bei Hörgeräteträgern „deutlich niedriger als bei jenen, die ihre Schwerhörigkeit nicht mit Hörsystemen ausgleichen“, schreibt der BVHI. 

„Regelmäßige Hörtests sowie die frühzeitige Diagnose und Versorgung einer Hörminderung zahlen langfristig auf Lebensqualität, Teilhabe und Selbstbestimmung bis ins hohe Alter ein“, betont Dr. Stefan Zimmer, Vorstandsvorsitzender des BVHI. „Das steigende gesellschaftliche Interesse an Longevity ist ein hervorragender Anlass, auf die Bedeutung der Pflege der Hörgesundheit – also Lärmschutz und regelmäßige Hörtests – hinzuweisen. Hörakustiker und HNO-Ärzte spielen im Kontext von Longevity eine nicht zu unterschätzende Rolle.“

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