Eine von YouGov im Auftrag von GN Hearing durchgeführte Studie hat „eklatante Mängel bei Darstellung von Hörverlust in den Medien“ zutage gefördert. Das schreibt GN Hearing in einer am Welttag des Hörens veröffentlichten Pressemitteilung.
Demnach sind „Millionen Menschen in der medialen Darstellung nicht ausreichend repräsentiert“. Schließlich hat bei der jüngsten EuroTrak-Studie jeder zehnte Befragte angegeben, bei sich selbst eine geminderte Hörfähigkeit bemerkt zu haben. Allein: In der öffentlichen Wahrnehmung kommen das Thema Hörverlust oder das Tragen von Hörgeräten kaum vor. Viele der von dem Meinungsforschungsinstitut YouGov für die Studie Befragten hätten angegeben, sich nicht daran erinnern zu können, wann sie je Menschen mit Hörgeräten in den Medien gesehen hätten – es sei denn, die Berichterstattung hatte Hörverlust explizit zum Thema. Und wenn doch mal Menschen mit Hörverlust gezeigt werden, sei deren Darstellung „unrealistisch“, so dass „wichtige Aspekte ihres Lebens falsch wiedergegeben“ würden, monierten drei Viertel der für die Studie Befragten außerdem. So würden Schwerhörige, wenn, dann oft als gebrechlich oder abhängig gezeigt. Rund ein Viertel der Befragten fand diese Darstellung selten oder gar nicht glaubwürdig. Nur jeder Zehnte fand die Darstellung sehr oft glaubwürdig.
„Diese eklatanten Mängel beobachten wir weltweit und auch in der deutschen Medienlandschaft“, so Sebastian Rosendahl, Marketing-Manager DACH für GN Hearing. „Völlig veraltetes Bildmaterial, klischeehafte Darstellungen und eine generelle Unsichtbarkeit in den Medien sind keine Kleinigkeit. Sie können Einstellungen zum Thema Hörsystem prägen. Und sie können Menschen davon abhalten, sich frühzeitig Hilfe zu suchen, wenn das eigene Gehör nachlässt. Uns liegt sehr daran, dass alte Vorurteile zu technischen Hörhilfen sowie zum Leben mit Hörverlust verschwinden, und dass ein gesellschaftliches Umfeld entsteht, in dem das Tragen von Hörsystemen als Zeichen von Selbstbestimmung wahrgenommen wird.“
Des Themas zeitgemäße Darstellung von Hörverlust hat sich GN Hearing bekanntlich mit der Kampagne „The New Norm“ angenommen. Anlässlich des Welttags des Hörens hat der Hersteller die Bibliothek um weitere „authentische Bilder“ von Menschen mit Hörverlust erweitert. Die Fotos stellt GN Hearing interessierten Medien kostenfrei auf https://unsplash.com/@gnhearingglobal zum Download zur Verfügung.
„Insbesondere Journalistinnen und Journalisten möchten wir ausdrücklich einladen, die neuen Motive von ‚The New Norm‘ zu nutzen, um das Leben mit Hörverlust künftig noch mehr und vor allem zeitgemäß ins Bild zu setzen und mit uns gemeinsam die Stigmatisierung technischer Hörhilfen abzubauen“, so noch einmal Sebastian Rosendahl. „Gleichzeitig sind wir uns sehr darüber im Klaren, dass Hörsysteme vielleicht auch deshalb oft nicht wahrgenommen werden, weil sie heute so klein und unscheinbar sind. Umso wichtiger ist es, Medien mit Bildmaterial zu unterstützen, das ein realistisches Bild vom modernen Leben mit aktuellen Hörsystemen vermittelt.“


