Abbildung: lidia-Hessen.de

KI-PROJEKT VON ACOUSTICON DURCH DIGITALMINISTERIUM GEFÖRDERT

Das Hessische Ministerium für Digitalisierung und Innovation fördert ein Forschungsvorhaben der Acousticon Hörsysteme GmbH. Ziel des „KI-Projektes“ ist, eine sogenannte „Hör-KI“ zu entwickeln, mit der sich Testungen des Hörvermögens durchführen lassen, schreibt das Hessische Ministerium für Digitalisierung und Innovation in einer aktuellen Pressemitteilung. Konkret gehe es um die Entwicklung eines Sprachtests, der mithilfe einer Künstlichen Intelligenz durchgeführt werden und potenziell auch in verschiedenen Sprachen angeboten werden kann. Das in Rheinheim beheimatete Unternehmen kooperiert bei dem Forschungsvorhaben mit der Goethe-Universität Frankfurt.

„Tests zum Hörvermögen sind besonders wichtig, aber sie sind personalintensiv“, heißt es in der Pressemitteilung. Daher möchte man ein Tool entwickeln, das hier Abhilfe schaffen kann: eine Hör-KI. Die Förderung durch das Hessische Ministerium für Digitalisierung und Innovation für das auf drei Jahre angelegte Projekt „Entwicklung und Evaluation einer digitalen automatisierten Hördiagnostik mit interaktiver KI-basierter Antworterkennung“ beläuft sich auf fast 500.000 Euro. Die Mittel kommen aus dem Distr@l-Programm, das auch die zweimonatige Testphase von Auracast an zwei Gates des Flughafens Frankfurt unterstützt hat. (siehe HIER)

„Gutes Hören ist ein entscheidender Faktor für Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe. Mit der Förderung des Projekts zur KI-gestützten Hördiagnostik unterstützen wir eine zukunftsweisende Technologie. Hessen bringt Künstliche Intelligenz dorthin, wo sie ganz konkret den Menschen hilft“, sagt Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus. „Das Projekt verbindet exzellente Forschung mit der Innovationskraft eines hessischen Unternehmens. Genau solche Kooperationen fördern wir mit Distr@l: praxisnahe Entwicklungen, die neue digitale Lösungen für zentrale gesellschaftliche Herausforderungen schaffen.“

„Es gibt Voruntersuchungen in Form von Bachelor- und Masterarbeiten an der Goethe-Uni, die vielversprechend sind und zeigen, dass es funktionieren kann“, sagt Harald Bonsel, Geschäftsführer der Acousticon GmbH, mit Blick auf den KI-Sprachtest. Daher sei aus der Abteilung Audiologische Akustik an der Universitätsmedizin in Frankfurt das Anliegen für ein solches Projekt an ihn herangetragen worden. „Die Abteilung forscht an neuen Sprachtestmethoden, die Alltagssituationen besser abbilden können und hat große Erfahrung in der Durchführung klinischer Studien“, heißt es dazu in der Pressemitteilung. „Wir arbeiten schon sehr lange zusammen, denn eine Kooperation bringt unsere Kunden voran und wir können ein besseres Angebot machen“, ergänzt Harald Bonsel.

So werde man sich nun daran machen, ein neuartiges digitales Audiometrie-System zu entwickeln, das Künstliche Intelligenz, automatische Spracherkennung und Multimikrofontechnologie kombiniert. Die technische Herausforderung liege hier in der Entwicklung geeigneter Hardware zur Spracherkennung und -verarbeitung sowie in der Gestaltung und dem Training der Algorithmen zur Spracherkennung.

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